Alle Beiträge von Maik Palitzsch-Schulz

Familienlandsitz Modell Weda Elysia

 

Das Jahr 2017 begann stürmisch, doch wir nutzten während der Rauhnächte die Kraft des Windes und bastelten an einem detaillierten Modell eines Familienlandsitzes im Maßstab 1:100. Das Modell hat die Maße 120 x 85 cm und ein Bodengefälle von ca 7 cm, umgerechnet also 7 Meter. Es passt gut durch jede Amtsstubentür und wird uns beim Erschaffen unserer Siedlung Weda Elysia eine große Hilfe sein. Dieses Familienlandsitz-Modell lässt unsere Siedlungs-Vision für viele Menschen, welche die Anastasia Bücher bisher nicht gelesen haben, greifbarer werden. Bei diesem Modell lag unser Fokus beim miteinander schöpfen auf der Gestaltung des Gartens mit demTeich und natürlich dem lebendigem Zaun. Auch die Erstbehausung (runde Holzjurte oben links im Grundstück) und das Wirtschaftsgebäude mit der handwerklichen Ausrichtung auf Wagen- und Kutschenbau (oben rechts im Grundstück) waren uns wichtig. Das Erdhaus ist für 3 bis 4 Generationen nutzbar und hat an der Nordseite zwei Erdkeller. Durch den großen Dachkranz mit umlaufenden Fenstern haben seine Bewohner zu jeder Jahreszeit einen natürlichen Lichteinfall. An der Nordseite des Gewächshauses steht eine Lehmofensauna. Wird diese im Winter zwei oder drei mal die Woche geheizt, kann die gespeichtere Wärme das Gewächshaus sicher über Null Grad halten. Grundprinzipien für ein Gestalten des Familienlandsitzes in Weda Elysia sind: Jede Familie erbringt in schöpferischer Eigenleistung den Aufbau ihres Familienlandsitzes. Der Familienlandsitz hat die Größe von ca. einem Hektar = zehntausend Quadratmeter. Er ist Lebens- und Schöpfungsraum für seine Familie (Sippe) und nährt auf natürliche Weise Körper, Geist und Seele. Ein lebendiger Zaun aus Bäumen und Sträuchern markiert den Familienlandsitz in bunter Vielfalt. Ein Drittel oder mehr der Landsitzfläche soll aus Mischwald bestehen. Auf jedem Landsitz gibt es natürliche oder auch angelegte Wasserflächen (z.B. Quellen, Bäche, Brunnen, Teiche). Menschliche Ausscheidungen und Essensreste werden durch Kompostierung in wertvollen Dünger gewandelt. Abwässer werden mit Hilfe lebender Pflanzenwurzeln gereinigt. Der Landsitzgarten mit Beerensträuchern und Obstbäumen wird von jeder Familie individuell so angelegt, dass er die Nahrungsvielfalt für jedes Familienmitglied immer besser sichern kann. Alle Menschen in Weda Elysia ernähren sich von vegetarisch/veganer Kost. Tiere leben bis zu ihrem natürlichen Tod gemeinsam mit den Menschen auf dem Landsitz und in der Siedlung. Wohnhaus und Nebengebäude bestehen hauptsächlich aus den natürlichen Materialien der näheren Umgebung und werden weitestgehend in Eigenleistung erbaut. Strom wird, so weit erforderlich, auf jedem Landsitz dezentral und in Eigenregie, im Sinne harmonischer Nachtbarschaft, erzeugt. Weitere Infos auf: http://www.weda-elysia.de/

Slavnoje

Dass wir uns selbst den Himmel auf Erden erschaffen können, beweisen die Bewohner der russischen Familienlandsitzsiedlung „Slavnoje“.
Nur 120 km von Moskau entfernt haben mehr als 150 Familien in den malerischen Feldern der Tula-Region ihre neue Heimat gefunden. Jede der Familien hat ihre eigene Geschichte, ihren eigenen Weg. Doch sie alle vereint die Idee, gemeinsam und tatkräftig einen gesunden und lebenswerten Planeten zu hinterlassen.Gehen Sie mit uns auf Entdeckungsreise in ein neues Leben!

Ich musste mir den Film mehrmals ansehen, um seine immense Bedeutung zu erfassen! (Stefan Wolf, Regisseur von «Ein Neues Wir»)


 

„EIN NEUES WIR“

Die Luft die Du atmest, ist die Luft die wir atmen. Wir sind alle verbunden und daher mit-verantwortlich für unser Leben, als auch das gesamte Leben.

Stefan Wolf hat es live erlebt, sein Film „EIN NEUES WIR“ berichtet über Ökologische Gemeinschaften und Ökodörfer in Europa.  Sein Fazit gibt Hoffnung und zeigt einen klaren Weg.

Der Dokumentarfilm „Ein neues Wir“ zeigt anschaulich, wieviele unterschiedliche Wege es gibt, in Gemeinschaft oder einem Ökodorf zu leben. Wer sich für das Thema begeistert, sollte sich zuerst über die eigenen Bedürfnisse klar werden, denn jedes Lebensmodell ist so individuell, wie wir es selbst sind. Die Bandbreite des modernen Terminus „Gemeinschaft“ ist groß und reicht von der Studenten-WG über Co-Housing-Projekte oder die einkommensteilende Kommune bis hin zu modernen Ökodörfern.

Wie sieht denn nun mein persönliches, ideales Ökodorf aus, nachdem ich all diese unterschiedlichen Projekte, während der Dreharbeiten für „Ein neues Wir“, gesehen habe?

Mein persönliches, ideales Ökodorf vereint die Vorteile des gemeinschaftlichen Lebensstils mit den Vorteilen des individuellen, privaten Lebensstils. Hier ist die Struktur des Ökodorfs so aufgebaut, dass jede (Seelen)-Familie ein Land von ca. 1 ha bis 1,5 ha zur Verfügung hat, um dort ihren „Raum der Liebe“* zu kreieren und sie die Besitzer** dieses Landes sind. Dazu gibt es auch ein Dorf-Zentrum, welches genau wie früher als Almende, Allgemeinbesitz und Gemeinschafts-Grund dient und von allen Mitgliedern des Dorfes mitbesitzt wird (möglicherweise mit Hilfe eines Vereins). Hier werden die Vorteile von gemeinschaftlichem Leben erfahren. Da gibt es Gemeinschaftseinrichtungen und Geräte wie z.b. gemeinsame Waschmaschinen, einen Projektor für Filme und Präsentationen, einen Veranstaltungssaal, eine Tauschbörse, einen „alles-Gratis-Shop“ uvam. Hier ist der Platz für gemeinsame Aktivitäten wie Yoga, Kurse, Filmvorführungen oder Sportarten, oder einfach nur für gemütliche Gespräche mit anderen Bewohnern. Es gibt keine festgelegten Termine für gemeinsame Mahlzeiten (können jedoch stattfinden, wenn diese von Bewohnern organisiert werden), sondern eher spontane Zusammenkommen, z.b. beim Picknick auf der Wiese.

Die Autos befinden sich außerhalb der Siedlung, es gibt ein organisiertes „Car-Sharing“.

Was die Menschen in diesem Ökodorf zusammenhält, sind gemeinsam geteilte Werte und lichtvolle Visionen und Aspirationen für die gesamte Schöpfung. „Liebe für alles“ ist das zugrunde liegende Prinzip und die Motivation, die von diesen Menschen geteilt wird.

Ich denke, der Vorteil von diesem Modell ist, dass es den Individuen und Familien große Freiheit gibt. Da jede (Seelen)-Familie ihren eigenen Lebensraum, Freiraum, „Raum der Liebe“ hat, müssen sie keine Energie aufwenden, um weniger relevante Dinge zu diskutieren, wie z.B. “ Sollen wir die Tomaten nun hier pflanzen, oder dort?“ Es braucht dann anschließend darüber keine einstündige Diskussion geben, weil 20 Menschen erfahrungsgemäß und naturgemäß eine unterschiedliche Meinung haben.

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Das Geheimnis der Bäume

Ab 2. Januar 2014 im Kino.
Der Titel klingt dick aufgetragen. Aber tatsächlich sorgt „Das Geheimnis der Bäume“ für einige Staun-Momente. Der Film erzählt die Evolutionsgeschichte eines Urwalds und deckt gewiefte Täuschungsmanöver und kuriose Allianzen der Bäume auf. Ameisen werden zu Untermietern und Verteidigern riesiger Bäume, Schmetterlinge und Passionsblume tricksen sich wechselseitig aus und Blätter schützen sich nach Warnung ihrer Nachbarn vor Fressfeinden. Der Botaniker Francis Hallé hat viele Jahre damit verbracht, die Regenwälder zu studieren und die Geheimnisse des Zusammenwirkens von Pflanzen und Tieren zu entschlüsseln. In dieser Dokumentation führt er die Zuschauer auf eine einmalige Reise in die Tiefen des tropischen Dschungels. Regisseur Luc Jacquet drehte in Peru, Gabun und Frankreich und kombiniert beeindruckende Naturaufnahmen mit kunstvollen Animationen. Sehr französisch irgendwie und zugleich sehr veranschaulichend. So entfalten sich nicht weniger als sieben Jahrhunderte der Entstehung eines Urwalds vor den Augen der Zuschauer. In der deutschen Synchronisation leiht der Schauspieler Bruno Ganz dem Botaniker Francis Hallé seine Stimme.