Archiv der Kategorie: Filmvorstellung

Slavnoje

Dass wir uns selbst den Himmel auf Erden erschaffen können, beweisen die Bewohner der russischen Familienlandsitzsiedlung „Slavnoje“.
Nur 120 km von Moskau entfernt haben mehr als 150 Familien in den malerischen Feldern der Tula-Region ihre neue Heimat gefunden. Jede der Familien hat ihre eigene Geschichte, ihren eigenen Weg. Doch sie alle vereint die Idee, gemeinsam und tatkräftig einen gesunden und lebenswerten Planeten zu hinterlassen.Gehen Sie mit uns auf Entdeckungsreise in ein neues Leben!

Ich musste mir den Film mehrmals ansehen, um seine immense Bedeutung zu erfassen! (Stefan Wolf, Regisseur von «Ein Neues Wir»)


 

„EIN NEUES WIR“

Die Luft die Du atmest, ist die Luft die wir atmen. Wir sind alle verbunden und daher mit-verantwortlich für unser Leben, als auch das gesamte Leben.

Stefan Wolf hat es live erlebt, sein Film „EIN NEUES WIR“ berichtet über Ökologische Gemeinschaften und Ökodörfer in Europa.  Sein Fazit gibt Hoffnung und zeigt einen klaren Weg.

Der Dokumentarfilm „Ein neues Wir“ zeigt anschaulich, wieviele unterschiedliche Wege es gibt, in Gemeinschaft oder einem Ökodorf zu leben. Wer sich für das Thema begeistert, sollte sich zuerst über die eigenen Bedürfnisse klar werden, denn jedes Lebensmodell ist so individuell, wie wir es selbst sind. Die Bandbreite des modernen Terminus „Gemeinschaft“ ist groß und reicht von der Studenten-WG über Co-Housing-Projekte oder die einkommensteilende Kommune bis hin zu modernen Ökodörfern.

Wie sieht denn nun mein persönliches, ideales Ökodorf aus, nachdem ich all diese unterschiedlichen Projekte, während der Dreharbeiten für „Ein neues Wir“, gesehen habe?

Mein persönliches, ideales Ökodorf vereint die Vorteile des gemeinschaftlichen Lebensstils mit den Vorteilen des individuellen, privaten Lebensstils. Hier ist die Struktur des Ökodorfs so aufgebaut, dass jede (Seelen)-Familie ein Land von ca. 1 ha bis 1,5 ha zur Verfügung hat, um dort ihren „Raum der Liebe“* zu kreieren und sie die Besitzer** dieses Landes sind. Dazu gibt es auch ein Dorf-Zentrum, welches genau wie früher als Almende, Allgemeinbesitz und Gemeinschafts-Grund dient und von allen Mitgliedern des Dorfes mitbesitzt wird (möglicherweise mit Hilfe eines Vereins). Hier werden die Vorteile von gemeinschaftlichem Leben erfahren. Da gibt es Gemeinschaftseinrichtungen und Geräte wie z.b. gemeinsame Waschmaschinen, einen Projektor für Filme und Präsentationen, einen Veranstaltungssaal, eine Tauschbörse, einen „alles-Gratis-Shop“ uvam. Hier ist der Platz für gemeinsame Aktivitäten wie Yoga, Kurse, Filmvorführungen oder Sportarten, oder einfach nur für gemütliche Gespräche mit anderen Bewohnern. Es gibt keine festgelegten Termine für gemeinsame Mahlzeiten (können jedoch stattfinden, wenn diese von Bewohnern organisiert werden), sondern eher spontane Zusammenkommen, z.b. beim Picknick auf der Wiese.

Die Autos befinden sich außerhalb der Siedlung, es gibt ein organisiertes „Car-Sharing“.

Was die Menschen in diesem Ökodorf zusammenhält, sind gemeinsam geteilte Werte und lichtvolle Visionen und Aspirationen für die gesamte Schöpfung. „Liebe für alles“ ist das zugrunde liegende Prinzip und die Motivation, die von diesen Menschen geteilt wird.

Ich denke, der Vorteil von diesem Modell ist, dass es den Individuen und Familien große Freiheit gibt. Da jede (Seelen)-Familie ihren eigenen Lebensraum, Freiraum, „Raum der Liebe“ hat, müssen sie keine Energie aufwenden, um weniger relevante Dinge zu diskutieren, wie z.B. “ Sollen wir die Tomaten nun hier pflanzen, oder dort?“ Es braucht dann anschließend darüber keine einstündige Diskussion geben, weil 20 Menschen erfahrungsgemäß und naturgemäß eine unterschiedliche Meinung haben.

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Das Geheimnis der Bäume

Ab 2. Januar 2014 im Kino.
Der Titel klingt dick aufgetragen. Aber tatsächlich sorgt „Das Geheimnis der Bäume“ für einige Staun-Momente. Der Film erzählt die Evolutionsgeschichte eines Urwalds und deckt gewiefte Täuschungsmanöver und kuriose Allianzen der Bäume auf. Ameisen werden zu Untermietern und Verteidigern riesiger Bäume, Schmetterlinge und Passionsblume tricksen sich wechselseitig aus und Blätter schützen sich nach Warnung ihrer Nachbarn vor Fressfeinden. Der Botaniker Francis Hallé hat viele Jahre damit verbracht, die Regenwälder zu studieren und die Geheimnisse des Zusammenwirkens von Pflanzen und Tieren zu entschlüsseln. In dieser Dokumentation führt er die Zuschauer auf eine einmalige Reise in die Tiefen des tropischen Dschungels. Regisseur Luc Jacquet drehte in Peru, Gabun und Frankreich und kombiniert beeindruckende Naturaufnahmen mit kunstvollen Animationen. Sehr französisch irgendwie und zugleich sehr veranschaulichend. So entfalten sich nicht weniger als sieben Jahrhunderte der Entstehung eines Urwalds vor den Augen der Zuschauer. In der deutschen Synchronisation leiht der Schauspieler Bruno Ganz dem Botaniker Francis Hallé seine Stimme.